Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen

Aktuelle Seite: StartChronikSonstige EreignisseFahrt zu Tippi 11.02.2012
Image 1

Bild des Tages

Fahrt zu Tippi 11.02.2012



Samstag gegen 8 Uhr trafen sich Gela, Karsten und Sabine in Dresden um, netter Weise über Kesselsdorf, mich noch einzuladen und dann direkt auf die Autobahn in Richtung Berlin zu düsen.

Uwe „McJack“ war krank und wollte direkt zum Unionspiel gegen unsere Dynamos und dann wieder heim. Die Eintrittskarten hatte Karsten besorgt und auch am „Mann“. Was sich später etwas als „Spaßbremse“ herausstellen sollte.

Ursprünglich war gedacht, dass wir uns mit Tippi gegen 12 Uhr (Sie wollte doch eigentlich noch bis dahin arbeiten?!?!) am Stadion treffen. So wurde es auch allen Beteiligten kommuniziert. Karsten hatte begründet den Plan etwas geändert, was sich aber erst während der Fahrt herausstellte.

Die Fahrt war relativ gemütlich. Es gab nur einen kurzen Zwischenstopp an einer Raststätte um mal Toi „Guten Tag“ zu sagen. Das Kindchen Lena sollte dann an Karsten Schwester Andrea übergeben werden. Treffpunkt „logischer Weiße“ bei Tippi daheim... Dort wurden wir freundlich im kleinen „Tippi“ bzw. Häuschen von Maja empfangen. Mann, wie die Zeit vergeht! Ich kenne Sie eigentlich nur als kleineren Wurm. Naja ein Wurm ist es nun wahrlich nicht mehr ;-) Wir stellten dann gleich unser Gepäck unter. Die Mädels gingen noch mal in den Baderaum…Dann wollten wir direkt nach Erkner fahren, um das Auto abzustellen und mit der S-Bahn zur Wuhlheide zu düsen. Uwe informierte uns zwischendurch, dass sie sich auf den ausgewiesenen Gästeparkplätzen nach Spindlersfeld begeben. Also erneute Planänderung! Wir also auch dahin... Plötzlich erfuhren wir, dass da so gut wie keine Parkmöglichkeit besteht.

Hm, watn nu? Direkt Richtung Wuhlheide! Tippi und Jasmin standen sich ihre ohnehin kurzen Beine in der Kälte noch kürzer und McJack wurde schon langsam „ungenießbar“... Das äußerte sich dann auch in relativ böslichen Worten und eine späteren (unsinnigen) Diskussion. Naja, wenn wir sonst keine Probleme haben...

Natürlich! Ca. 2 km vor dem Ziel ging dann straßentechnisch nix mehr. Wir standen im Stau fest. Also beschloss unsere Fahrzeugrunde sich aufzuteilen. Sabine und ich nahmen die Eintrittskarten für Uwe und Tippi und stiefelten zu Fuß los. gegen 12:30 waren wir dann vor Ort und entdeckten dann auch schon die Wartenden und konnten uns dann natürlich was anhören!

Schlimmer war aber, dass uns Gela und Karsten ziemlich Leid taten, da sie ja feststeckten. Wer weiß wann sie jemals auftauchen?!?! Der Einlass ging dann ziemlich reibungslos. Der Dresdner Block war ordentlichen gefüllt. Toilette und noch ne Runde Bratwurst war aber auch noch drin. Und siehe da: Karsten und seine Gute waren auch schon im Stadion. Sie haben eiskalt direkt vorm Stadionzugang zwischen der Polizei ihr Auto fallen gelassen.

Also ab in den Block, schieben und drängeln. Etwas verteilt standen wir nun da. Eine Choreo mit Sachsenfahnen und schwarz-gelben Mützen stand einer schönen Choreo-Rache der Unioner vom Hinspiel in Dresden gegenüber. Über das Spiel an sich, will ich hier keine Worte verlieren. Es genügt ein 4:0 und die 3 Punkte für die Berliner zu erwähnen. Gela konnte sich sowieso nicht auf das Gekicke konzentrieren. Sah sie doch immer ihr Auto am Haken vom Abschleppdienst hängen...

Eins hat mich aber etwas enttäuscht: Trotz ordentlichen Dynamo-Mopp und guter Stimmung, die Akustik im Block war unter aller Sau. Wahrscheinlich trägt die nach hinten offene Dachkonstruktion dazu bei. Trotzdem haben die engagierten Unionfans ein kleines Schmuckkästchen geschaffen. Mal sehen wie es klingt, wenn die letzte Tribüne errichtet ist.

Nach der Partie sammelten sich die Dresdner dann am Ausgang und sollten geschlossen zum S-Bahnhof geleitet werden. So ein Unsinn! Wir parkten doch direkt vor der Stadiontür. Also gab es durch andere Fans eine kurze scharfe Diskussion mit dem blockierenden „Grünzeug“ und schon ging alles seinen Gang. Uwe verabschiedete sich um wieder direkt in die Heimat zu fahren. Gute Besserung! Tippi, lies sich von ihrem Andy einsammeln. Und wir stiegen mit Jasmin gemütlich in unser wohlgeparktes Fahrzeug auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Unser Ziel: Das Zuhause von Tippi und Familie in Fredersdorf.

„Biene“ Maja machte uns wieder die Tür auf. Auf Andy und Kerstin mussten wir noch etwas warten. Wir bekamen leckeren selbstgekauften Kuchen und Kaffee sowie andere leckere Getränke aufgetischt. So wurden wir relativ schnell wieder warm. Lustig sind auch die Haustiere der Family. Zwei Kaninchen größeren Ausmaßes spazierten uns zwischen den Beinen herum. Im erste Moment dachte ich: „So ein Aufwand für das eine Abendessen!“. Aber das war ein Irrglaube. Die Zwei wurden später vorsichtshalber in ihr Gefängnis gesteckt und aus unserer Sichtweite entfernt.

Natürlich wurden wieder die ollen Kamellen aus unserer Jugend ausgegraben und herzlich darüber gelacht, obwohl es manchmal eigentlich zum Heulen war. Hochzeitsalben, alte Bildbände und Nachweise unserer Schandtaten wurden aufgetischt. Etwas später dann dazu noch das eigentliche Abendmahl in Form von Nudelpizza. Lecker!!!

Das Fredersdorf eine dunkle Ecke ist, mussten wir dann auch noch feststellen. Draußen machten sich zwei komische Gestalten bemerkbar, wo es einem eiskalt den behaarten Rücken runter lief. Die gruseligen Schatten bildeten bei dem Einen oder Anderen „Haut wie Gaga“ an diversen, lieber nicht genannten Körperstellen. Brrrhh.... Plötzlich traten Sie aus dem Dunkeln heraus: „Ach du Scheixxe!!!“ dachten Alle, zitterten und hielten sich die Hände vor den Mund. „Kreisch!!!“ Jetzt mussten wir uns aus Angst alle an den Händen anfassen. (Karsten! AN DEN HÄNDEN!!!)

Was wir da zu sehen bekamen, war unglaublich und entzog sich jeglicher Vorstellungskraft: Ein kleiner und ein etwas größerer Unionfan!!!!!!!!!! Uiiihhh, Schwein gehabt! Und jeder von denen hatte eine Fahne!

Naja, nach dem ersten Schock haben wir Schrammi und Franz dann doch nicht auf der kalten Terrasse einfrieren lassen und ihnen Unterschlupf gewährt und etwas Wärme aus der Dynamofamilie zugestanden. Darauf mussten wir erstmal paar Grogs eingießen.

Mit dem Berliner Dialekt habe ich ja schon immer so meine Schwierigkeiten gehabt. Zum Glück holte dann einer ein Notebook aus der Versenkung und wir konnten den Übersetzungsdienst der „Tante Google“ anwerfen. Die Verständigung wurde dann merklich besser und wir nutzen gleich das Internetz um uns die Schmach der herben Niederlage noch mal genüsslich reinzuziehen. Die Details der Choreos wurden ausgewertet und sich gegenseitig Komplimente gemacht. Karsten zeigte dann natürlich haufenweise Gegenargumente von der youtube-Plattform, wo unser „lieber“ Schrammi dann schon fast, mit inzwischen zugefallenen Augen, mit dem Kopf auf die Notebooktastatur geknallt wäre.

So geht es also auch! Gute Stimmung, faires Verhalten. Einfach entspannt. Natürlich hätten wir die Sturmmasken, das Sprengzeug und die diversen Waffen aus Karstens Kofferraum holen können, aber das wäre zu viel Aufwand gewesen.

Die Unioner diskutierten mit uns noch eine Weile, wir sprachen dann noch eine Einladung für ein Spiel in Dresden aus und dann zogen sie weiter um die Häuser. Vorher musste natürlich Karsten Auto nach feiger Manier mit paar billigen Aufleimern von den „Eisernen“ versehen werden. Kommt ihr uns mal besuchen! Wir lassen uns was einfallen…

Nach dem wir dann ordentlich durchgelüftet hatten, ging es an das was ich hasse! Spielrunde!!! Urrgggsss... Ich habe mich strikt raus gehalten und das war für alle Beteiligten besser so. Neue Spiele, komische Regeln. Das ist nix für mich. Ich schaute „interessiert“ zu. Gab auch ab und zu einen Laut von mir. Es war also ein gemütlicher und lustiger Abend.

Bei mir machte sich aber trotzdem relativ früh die Müdigkeit der anstrengenden vergangenen Woche bemerkbar. Tippi war wie immer aufmerksam und sah mir dies wahrscheinlich dann auch an. So wurde gegen 23:30 zum allgemeinen Anstehen am Bad und Bettenbauen aufgerufen. Das dauerte dann ja auch noch seine Zeit. Gela und Karsten machten sich wie geplant auf der großen runden Kuschelcouch breit. Sabine und ich hatten jeweils eine „Lumatra“ mit und mussten blasen ;-)

Bis alle durch die Waschanlage waren, wurde noch weiter geklönt, gelacht und gestaunt. Aufgeräumt war schon lange. Für mich gab es eine große Erkenntnis bei diesem Kurztripp: Die Kinder können auch selbständig im Haushalt helfen, ohne dass man etwas dazu sagen oder anordnen muss. *erstauntsei*! Großes Lob an die zwei großen, kleinen Mädels Jasmin und Maja und natürlich auch an den Hausherrn Andy und seine Kerstin!

Am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr wurde ich durch ein komisches Geräusch geweckt, was auch eigenartig roch (Karsten!!!). Nach und nach belegten wir wieder die Wohlfühloase im oberen Geschoss. Die Tippis wuselten fleißig um den großen Tisch herum. Irgendwann war alles bereit und das tolle Frühstück konnte beginnen. Es gab frische Brötchen und alles was das Herz begehrt. Auch unbekanntes von der „Grünen Woche“. (Wieso hat die Polizei eine eigene Woche in Berlin?!?!) Alles super lecker. Tippi hatte für mich sogar zuckerlose Konfitüre besorgt! Hut ab & Danke! So stellt man sich einen gemütlichen Sonntag vor. Entspannt lecker essen, trinken und quatschen.

Nachdem alles eingepackt, aufgeräumt und sauber war, entschieden wir uns auf unserer Ostalgietour noch zum Grab von Tamara Danz nach Mönchehofe zu fahren. Tippi, Jasmin und Maja fuhren vor und wir hinterher. Mit einer spontanen Schweigeminute und dazu den Silly-Klassiker „Mont Klamott“ aus dem Smartphone statteten wir ihr einen kleinen Besuch ab.

Auf dem Weg zu Andrea, wir wollten ja noch die liebe Lena abholen, sind wir dann noch mit Tippi ins B1 nach Schöneiche gefahren um uns mal die Arbeitsumgebung unserer Kerstin anzuschauen. Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich da keinen Sport machen werde! Bloß gut, es war nur Besichtigung angesagt. Tippi scheint in dem Job voll aufzugehen. Muss das ein tolles Gefühl sein! Ach, da ist sie ja: » Trainer-B1

Knuddelszenen auf dem Parkplatz des B1 zur Verabschiedung mit dem Versprechen in Dresden bei einem tollen Spiel ähnliches zu wiederholen, beendete den „Kurzurlaub“. Mir persönlich hat es gut gefallen und ich fühlte mich sehr wohl!

Das hielt aber leider nur bis Kesselsdorf an. Ob es am Fahrstiel von Karsten lag oder an meinem Zustand der letzten Wochen. Keine Ahnung! Ich fand jedenfalls das Ergebnis des Spiels nachträglich noch zum kotzen, was ich dann leider auch in die Realität umgesetzt habe. Aber es ist inzwischen schon wieder alles gut!

Danke noch mal nach Fredersdorf!

jr

Fotogalerie: » 11.02.2012 Fahrt zu Tippi...