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April 2011 in Rostock

Nein, wir wollten der Hausdame Rica Déus und dem Barkeeper Hans Knauer keinen Besuch abstatten. Auch hatten wir nicht vor, den Witzbold Kuddeldaddeldu zu ärgern oder uns von Nina Lizell ein Liedchen trällern zu lassen.

Wir wollten einfach nur, als Höhepunkt der Saison, einen Kurzurlaub in Verbindung mit dem Spiel Hansa gegen Dynamo in Rostock verbringen. Bis vor dem Spiel gegen Erfurt, am vergangenen Mittwoch, hatte ich auch noch große Hoffnung, dass wir im Rummel um den Relegationsplatz noch kräftig mitmischen könnten. Aber nach der gezeigten Leistung hatte ich eigentlich auch keine richtige Lust mehr auf die Hansestadt.

Es war ausgemacht, dass wir am Freitag, 08.04.2011 von Christian seinem jetzigen Heimatort starten. Sabine war so nett und lud mich auf dem Weg dahin in Kesselsdorf ein. Gela, Karsten und Uwe waren schon mit seinem „Golle“ vor Ort und tranken gemütlich einen „Cup of Coffee“. Wir wollten natürlich dann auch noch einen haben!

Diese Zeit wurde dann genutzt, um noch mal auf Töpfchen zu gehen und den Reisebus zu beladen. Dann kam das Kommando „Aufsitzen!“ und alle begaben sich auf ihren zugewiesenen Platz. Gegen 15:30 Uhr setzte sich das Gefährt in Bewegung. Ab da begann das Abenteuer. Da Christians Grundstück leider noch keine eigene Autobahnauffahrt hat, waren wir schon ein paar hundert Meter gefahren um eine Umleitung größeren Ausmaßes mitzunehmen. Da sind wir durch Nester gefahren, die kannte selbst unser „Chauffeur“ nicht.

Die zusätzlichen Kilometer hinter uns gelassen, wurde im Ford-Röhrenradio über einen Stau auf der Autobahn berichtet. Natürlich begann dieser dort, wo wir uns auf den Highway begeben wollten. Also war erstmal anstellen angesagt. Es zog sich etwas hin, aber irgendwann war der Baustellenbereich zu Ende und wir konnten mit Vollgas in Richtung Küste touren. Uwe bekam über sein unabkömmliches „Eifon“ von der zweiten Reisegesellschaft um Sandro und Mülli die Info, dass bei Rostock ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Toten geschehen sein soll. Also mussten wir uns auf eine sehr lange Reisezeit vorbereiten. Wir verfolgten ab da den Verkehrsfunk sehr intensiv. Dabei bekamen wir zu hören, dass als Ursache Sand- bzw. Erdstürme ausgemacht worden sind. So richtig verstanden und vorstellen konnten wir uns das in dem Moment nicht. Christian hatte aber während der Fahrt schon mit ziemlich starken Wind zu kämpfen, so dass er mehr Auto arbeiten als fahren musste. Den Sand- bzw. Erdsturm erlebten wir dann sogar selber. Wir befanden uns gerade auf der Überholspur, als auf einmal durch aufgewirbelten Staub von den Feldern keine Sicht mehr war. Zum Glück verzog sich das Ganze wieder relativ schnell.

Die Unfallstelle war natürlich schon durch eine Vollsperrung abgesichert. Deshalb mussten wir auch von der Autobahn runter und später wieder drauf fahren. Inzwischen war es schon dunkel und wir näherten uns aber langsam unserem Ziel. Vor uns lag der Warnowtunnel. Dies ist eine Straßenunterquerung der Warnow. Sie verbindet die beiden Ufer im Norden Rostocks zwischen Schmarl und Krummendorf durch einen 790 Meter langen vierspurigen Tunnel miteinander. Er ist die erste mautpflichtige, privatwirtschaftlich betriebene Fahrstrecke in Deutschland im Durchgangsverkehr (Quelle: Wikipedia).

Karsten war an diesem Wochenende unser Reiseleiter. Er organisierte die Unterkünfte, die Route, auch etwas zu Essen und für morgen eine Stadtführung. Uwe kümmerte sich um die Eintrittskarten zum Spiel, Sabine brachte auch was zu Essen mit und ich schleppte u.a. das Bier ran, was ich gar nicht getrunken habe. Gegen 20:30 Uhr erreichten wir dann die Ferienanlage. Link: www.ferienhaus-stolteraa.de

Der diensthabende Verantwortliche erwartete uns schon am Eingang und führte uns dann durch die Räumlichkeiten und wies uns in die Gegebenheiten ein.

Wir waren alle froh, die Winterjacke noch mal ausgekramt zu haben, denn es war doch ziemlich windig und kühl. Das war auch der Grund warum wir uns heute nicht mehr auf die Strümpfe machen wollten. Alle hatten großen Hunger und Durst. Also deckten wir den Tisch und aßen leckeren Kartoffelsalat und Biefies mit dem Gäbelchen vom Tellerchen, tranken ein schönes Bierchen, Weinchen und Wässerchen.

Vollgefressen übernahmen Uwe und ich den Abwasch. Die Anderen sorgten auch noch für etwas Ordnung. Uwe versuchte dann die zweite Abordnung mit Mülli und Sandro per SMSen und Telefonaten bei Laune zu halten. Leider gelang das nicht so richtig, denn sie schienen in der besuchten Bar versumpft zu sein. Nebenbei spielte Uwe mit Christian und Karsten mehrere Runden Skat. Der Fernseher plärrte irgendetwas von den „ultimativen Charts“. Es gab lustige Gespräche und die Zeit verging wie im Fluge.

Es war so gegen 2 Uhr als dann beschlossen wurde langsam die Betten aufzusuchen. Also, ab unter die Dusche, Licht aus und Augen zu. Morgen wird ein langer Tag...

Gegen 7:30 Uhr wachte ich auf und stellte fest, dass die Nacht doch etwas kühl war. Etwas unausgeschlafen stand ich auf und machte mich daran das Frühstück für alle vorzubereiten. Etwas später stieß dann Gela mit dazu und so konnten wir rechtzeitig alle am Tisch sitzen um uns für den Tag zu stärken. Gegen 10 Uhr waren wir schließlich in Rostock mit unserem Stadtführer Herrn Helm verabredet. Nach dem Abwasch packten wir alle benötigten Utensilien, wie Eintrittskarten für das Spiel, Fanschals usw. ein und stiegen in unseren „Reisebus“. Auf dem Weg zu diesem, stellte Sabine fest, dass sie ihre Jacke in unserem Bungalow hängen gelassen hat. Also ging Karsten noch mal zurück. Nachdem wir dann alle im Bus saßen und schon ca. 1km gefahren waren, viel Karsten ein, dass wir das Geschenk für unseren Stadtführer vergessen hatten mitzunehmen. Ja, Ja. Es war ein langer Abend gestern! Also noch mal zurück.

Endlich hatten wir alles zusammen und waren dann noch pünktlich auf dem Dynamofan-Gästeparkplatz am Hauptbahnhof angekommen. Herr Helm wartete auch schon auf uns. Der Rundgang begann dann logischer Weise auch am Bahnhof. Durch diesen gelangten wir auf die historische Nordseite des Gebäudes. Auf unserem Spaziergang durch die Stadt erfuhren wir viele Daten und Fakten. Unter anderem, dass die kreisfreie Stadt Rostock im Jahr 1218 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Geprägt ist die Stadt durch die Lage am Meer, den Hafen, die Hanse und deren Backsteingotik sowie die Universität Rostock, die 1419 gegründet wurde. Wirtschaftlich dominiert neben Schiffbau und Schifffahrt, dem Tourismus und Servicesektor deutlich die Universität als größter Arbeitgeber der Stadt. Alle Details wollen wir aber nun hier nicht aufführen, da es sonst ein Buch werden würde.

Apropos Buch! Als Dankeschön, dass Herr Helm sich für uns die Zeit genommen hatte, überreichte Karsten Ihm noch ein Foto-Bildband über das Dresden von früher und heute.

Nach der Verabschiedung waren wir fast schon an unserem Parkplatz angekommen, wo wir uns von dort mit einem Shuttlebus zum Stadion begeben wollten. Auf dem Bahnhofsvorplatz gab es inzwischen sehr viele Polizisten und einige Absperrungen. In den Shuttlebus kamen wir auch erst durch das Vorzeigen der Eintrittskarte. Der Bus fuhr uns direkt zur DKB-Arena. Am Einlass gab es dann noch etwas Wartezeit, da nur eine geringe Anzahl Dynamofans kontrolliert werden konnten. Nachdem wir dann alle im Stadion waren, gingen wir auch schnurstracks in unseren Block. Der war schon gut gefüllt und die Stimmung etwas angeheizt. Das Rund füllte sich immer mehr. Zu Beginn der Partie waren dann 24.200 Fans auf ihren Plätzen. Es flog noch der eine oder andere Leuchtkörper durch den Block und dann konnte es losgehen.

Ich hatte eigentlich fest mit einer 5:0 Niederlage für unsere schwarz-gelben Goldfüße gerechnet, deshalb machte mich die Niederlage mit 1:0 nicht so sehr unglücklich. Alle anderen Mannschaften die mit Dynamo noch in Konkurrenz stehen, stellten sich auch nicht besser an. Damit wäre aber für uns eventuell mehr drin gewesen. Aber, wenn man ehrlich ist, unsere Mannschaft wäre für die 2. Liga in der jetzigen Verfassung ungeeignet. Mal sehen wie sich der Rest der Saison noch entwickelt bzw. wie es in der Neuen weitergeht.

Nach dem Spiel wurden wir wieder mit Bussen bis zum Parkplatz gebracht. Dann konnten wir mit einer kleineren Stadtumfahrung in Richtung unseres Feriendomizils aufbrechen. Erst wollten wir nach Warnemünde und dort an den Strand um dann gleich in eine Kneipe einzurücken. Aber auf die Schnelle fanden wir keine geeignete Parkmöglichkeit mit unserem riesigen Auto. Sabine nutzte nur den Blick auf den „Teepott“ und den Leuchtturm, um mal schnell bei Schlecker individuelle Getränke und Süßigkeiten einzuheimsen. Wir entschlossen uns dann, doch den Weg in die Fewos aufzunehmen, und uns etwas frisch zu machen um dann auf Nahrungssuche zu gehen.

Die kleine Fuchsbar, unweit unserer Unterkünfte, war uns zu kurz geöffnet (bis 19 Uhr). Wir gingen erstmal an den Strand um auch mal am Wasser gewesen zu sein. Nach Steinzielwürfen, Fischfang und Fotoshooting, führte uns der Weg zum nächsten Gasthaus. Leider war man dort nicht auf solchen Ansturm von sechs Leuten ohne Reservierung vorbereitet. Deshalb führte uns unser Hunger ca. 1 km weiter durch den Wald zum Hotel Ostseeland. Glücklicher Weise wurden wir im Restaurant platziert und wir konnten noch die Abendsonne und leckeres Essen genießen. Das Preis- Leistungsverhältnis war sehr gut! Alle konnten Ihren Hunger und Durst stillen. Nur Uwe wieder nicht! Christian, Karsten und Uwe absolvierten anschließend noch eine Partie „Minigolf“ bevor die Dunkelheit hereinbrach. Sabine, Gela und ich machten uns inzwischen auf dem Weg zurück in die Feriensiedlung.

Etwas später waren wir dann alle wieder komplett. Es wurde gequatscht, getrunken und durch Uwe noch die Essenreste vom Vortag vertilgt. Chrischan konnte dem nicht nachstehen und haute auch noch kräftig rein. Ich war durch die frische Seeluft und dem guten Essen schon sehr schläfrig. Nachdem ich mich auf mein Schlafsofa begeben hatte, dauerte es nicht lang und ich schloss erstmal die Augen. Wir hatten uns aber fest vorgenommen noch gemeinsam die Sportschau zu schauen. Zu Beginn der Sendung saß noch Karsten im Fernsehsessel und ich lag schon bettfertig in der Koje. Alle anderen hatten sich auch schon verzogen.

Als dann die Tabelle zum aktuellen Spieltag „zu laut“ verlesen wurde, wachten wir Verbliebenen auf und sagten uns nur noch gute Nacht. Man(n) wird eben alt!

Am Sonntag wachten wir so gegen 8 Uhr auf und machten wieder das Frühstück für alle fertig. Christian war der erste aus der Nachbarfraktion der zu uns stieß. Er sah aber gar nicht gut aus! Zuviel getrunken? Schlecht gegessen? Zuviel Sex? Dies konnte es nicht sein. Nachdem sich Sabine ihre Baumarktutensilien ins Gesicht geschmiert und Uwe auch den letzten Tropfen aus der Dusche gequetscht hatte, kamen diese Beiden dann auch endlich zu Tisch. Christian klagte zusätzlich noch über Kopfweh. Deshalb gab ihm Krankenschwester Gela offensichtlich ein überlagertes Brechmittel Namens „Kopfschmerztablette“ zur oralen Einnahme. Es dauerte nicht lange und er musste dringend Gassi. Er war aber so nett und hob erst den Strauch an unter den er dann „brüllen“ musste.

Gegen 9:30 Uhr kam dann unser Lagerverwalter zum Wasser- und Strom ablesen. Nachdem er alles berechnet hatte, bekamen wir dann noch die Nebenkostenabrechnung aufgetischt. Wir fragten uns dann nur noch, warum Uwe sich nicht daheim ordentlich waschen kann...

Pünktlich 10 Uhr machten wir uns am Sonntag, 10.04.2011 mit dem Transit, dem das eine oder andere Teil durch den gestrigen Sturm schon etwas lose herab hing, auf den Weg in die Heimat. Die Fahrt war relativ entspannt, da Christian diesmal keine Kraft für den Gegenwind aufbringen musste. Nach zwei Puller-, Ess- und Tankpausen fuhren wir, natürlich durch die bekannte Umleitung, letztendlich in Königsbrück-City ein. Alle waren froh, dass Weekend „heil“ überstanden zu haben und wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Mal, mit dem alten Horst Köbbert Song: „Auf Wiederseh’n in Rostock, in Rostock in der Hafenbar…“

Das „nächste Mal“ wollen wir auch wirklich angehen! Grob geplant ist in der neuen Saison in Richtung Regensburg oder Babelsberg zu düsen. Mal sehen ob es diesmal mehr Teilnehmer werden!

HANSA , herzlichen Glückwunsch zum Fastaufstieg!

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- jr -

PS: Ein Dankeschön auch an alle, die sich nach dem schweren Unfall nach unserem Wohlbefinden erkundigt haben!