Aktuelle Seite: StartChronikSonstige EreignisseHüttenteichbaude 2016
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Saisongabschluss Hüttenteichbaude GeisingAm Freitag, 10.06.2016 war es erneut soweit. Fanclub-Wochenende am Hüttenteich in Geising! Als Saisonausklang sozusagen...

Gegen 17/18 Uhr trudelten die Elbflorenzer so nach und nach an der Hüttenteichbaude ein. Wobei eine Clique (Babette, Uwe, Niklas und Grischan) mit dem Rad aus Richtung Heidenau im Stile der Friedensfahrt die Strecke bewältigte. Hut ab dafür!

Ich konnte „leider“ an diesem Rennen mit meinem Mifa-Klapprad nicht teilnehmen, da mein eigentlich austrainierter Körper etwas kränkelte. Dies sollte auch eine entscheidende Rolle beim Ausgang unseres Sportfestes spielen. Dazu aber später mehr...

Karsten, Sabine mit Niklas und Hannah sowie Emma im Gepäck, waren die Ersten vor Ort. Ich schaffte es erst später. Die Anreisestrapazen waren für meinen leicht geschwächten Leib doch erheblich.

Nun galt es die Herbergszimmer zu beziehen und das Nachtlager vorzubereiten. Ich hatte zwar ausdrücklich ein Zweibettzimmer zur Alleinnutzung beantragt, aber dass ich dann dafür in einem riesigen Schlafsaal mit zwei Stoppeldockbetten untergebracht wurde, gehörte offensichtlich zur Schwächung der sportlichen Gegner unseres „Generaldirektors“. Zwei Nächte klaustrophobisch direkt unter Karsten auszuhalten… Mir schwante Böses! Und ich sollte Recht behalten.


Karsten kümmerte sich indes um die Vorbereitungen zum Grillerchen und Lagerfeuerchen. Das konnte er ja gut, genau wie das Wachhalten seiner Konkurrenz, während der angedachten Nachtruhe. „Reisinger Sägewerke GmbH“ ist dafür eine schmeichelhafte Bezeichnung. Mc Jack hielt diesem Nerventerror des Nachts nicht stand und ließ die restlichen Kameraden, den Holzzerstörungstönen ausgeliefert, zurück. Nur ich setzte jede Nacht zum Gegenangriff mit einem kleinen, feinen, für zarte Hörnerven eigentlich tödlichen Pfeifton, dagegen. Leider aber ohne die erhoffte Wirkung.

Am ersten Abend gab Dietmar eine Kiste Bier und das Grillgut anlässlich seines 1/2 Jahrhundert-Jubiläums aus. Herzlichen Glückwunsch auch nochmal an dieser Stelle! Andere brachten Salate, Tomatenbutter, Brot und andere harte Sachen mit ;-)

Mit der Dunkelheit wurde es merklich kühler. Ich hatte zum Glück die neu produzierte Fanclubuniform als Jacken und Pullover dabei und eine Waschmaschinentrommel fungierte als Feuerschale. Sehr romantisch und gemütlich... Nebenher baute Dietmar mit Madeleine und Hugold ein Zelt auf. Hugold wollte unbedingt zelten. Aber nur die erste Nacht!

So ruhig und behütet konnte, wie oben schon erwähnt, kaum jemand träumen. Wobei ich meinen Schlaf, wegen meines schlechten Gesundheitszustandes, echt hätte gebrauchen können :-(

Am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr war Frühstück angesagt. Alle waren ja durch die nächtliche Ruhestörung längst wach, nur Karsten musste geweckt werden... In aller Ruhe frühstückten wir alle gemeinsam. Die „Hugis“ trafen allerdings, wie eigentlich immer, etwas verspätet ein. Hugo hatte verständlicher Weise etwas länger mit seinem Makeup zu kämpfen.

Gegen 10:30 Uhr machte sich die versammelte Mannschaft auf, um nach Altenberg zur Sommerrodelbahn zu wandern. Über Stock und Stein, Wiesen und Wälder und einem Zwischenstopp an dem zerfallenen ehemaligen DDR-Kinderferienlager von Grischan (Sah das schon damals so aus, als er es verlassen hatte?), trafen wir bei leichtem Regen am Rodelhang ein. Tickets gekauft, drauf auf die Schlitten und los. Hätte ich ja gerne getan! Aber mein Zustand, ihr wisst ja... Meine Gesundheit geht schließlich vor!

Nach der ganzen Rodelei spazierten wir kurz bei der Sportcollection hinein, um anschließend ein gemeinsames Kaffeetrinken in der benachbarten Konditorei „Buntes Häusel“ direkt am Berg  zu genießen. Sehr nettes Ambiente! Ein Himmel voller Kaffeekannen. Da hätten sich Pittiplatsch, Drehrumbum, Rabauke, Nickeneck und in erster Linie Omama sehr wohl gefühlt.  Besonders schick war die „freundliche“ Hauptbedienungsfrau.  Offensichtlich aus der nahen Nachbarrepublik. Schönes Dirndl! Und für alle Hundefreunde:  Ja, ihre beiden Möpse hatte sie auch dabei... Am Tisch unseres alten Hundenarren Hugo, gab es von ihm deshalb auch immer etwas mit der netten Dame zu besprechen...

Die Abläufe im „Häusel“ sind dann aber doch etwas überdenkenswert. Das wir Getränke, Eis usw. bei der Möpsefrau bestellen konnten, prima! Das wir zum Kuchen kaufen und bezahlen an die Bheke getittet worden, ok. Um dann aber die Getränke zu bezahlen bei der Abteilungsleiterin des Getränkekombinats und zum Eis bezahlen bei der Direktorin der Komet-Abteilung vorsprechen mussten, war schon etwas verwirrend. Ich bin nur froh, dass der Weg zur Toilette kostenfrei gewesen ist, die Porzellanabteilungsleiterin hatte offensichtlich frei...

Gut gestärkt machte sich der müde Haufen dann auf den Rückweg zum Hüttenteich, da ja am frühen Abend noch unser Sportfest im Olympia-Ground von Geising stattfinden sollte. Ich hatte leider bis dahin keine deutliche Verbesserung meiner Lage feststellen können. Schlafmangel, Krankheit und zu harter Mohnkuchen haben eben erhebliche Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit.

Im Ground angekommen reiste Sabine mit Niklas (Er wollte dies aber offensichtlich nicht!) wegen angeblicher „Terminschwierigkeiten“ ab. In Wirklichkeit war sie bestimmt auch, wegen der nächtlichen Sägestörungen, körperlich zu schwach und wollte sich beim Sport keine Blöße geben. Dafür war inzwischen Sandro mit seiner Familie dabei. Die Vorbereitungen für den sportlichen Event waren getroffen, die Spielstätten gut präpariert, alle Utensilien bereitgelegt. Es konnte also losgehen! Eine kleine Randnotiz sei hier noch dokumentiert: Karsten stellte das Kampfgericht in einer Person dar! Naja, möge die, der oder das Beste gewinnen... AHU!

Nach einem kurzen Fahnenappell (Ja es gab auch noch Sportfreunde mit Restalkohol.) und einem kräftigen „SPORT FREI“, konnten die Spiele beginnen. Beim Warmmachen spürte ich erneut die körperlichen Auswirkungen, die mich wohl diesmal nur mit halber Kraft mitwirken lassen würden. Schade! Dies hat sicher auch zu dem verfälschten Ergebnis in der „Männerwertung“ beigetragen. Aber was soll es. „Dabei ist alles!“

Die einzelnen Disziplinen werde ich hier nicht näher analysieren, da dies für den Otto-Normalleser oder Sportler, auf Grund der Komplexität, viel zu kompliziert wäre. Die Ergebnisse können ja hier recherchiert und entsprechend eingeordnet werden. Ich bitte aber ausdrücklich darum, dass mein Zustand während der Spiele, mit in Betracht gezogen wird. Es waren ja immerhin knallharte Sportarten wie „Wasserball- und Frisbeeweitwurf“, „Tischtennisschlägerballschnelltransport“, „Basketballholzkönigminutenlauf“ und „Minigolffünfereinlochung“ zu absolvieren. Meine Lieblingsdisziplin, das schnöde „Seilspringen“, die ich auch nach einem Schwächeanfall mühelos absolviert hätte, wurde kurzerhand vom Einmannkampfgericht gestrichen! Ein Schelm wer Böses dabei denkt...

Vor dem letzten Wettkampf auf der Minigolfanlage wurde zum gebuchten Grillabend der Baude gerufen. Alles sehr lecker angerichtet. Vielen Dank an das Hüttenteam! Zum Glück konnte ich, wie alle anderen, noch normal Nahrung zu mir nehmen und auch drin behalten. Es ging also bergauf! Aber für mich leider zu spät… Es sollte offensichtlich ein letztes Aufbäumen sein, bevor ich dann in der darauf folgenden Woche das Bett hüten musste.

Die Wettkämpfe waren nun beendet. Die Auswertung fand durch das „Kampfgericht“ statt. Naja… Die Medaillen und Urkunden lagen bereit. Aus den (Auto-) Lautsprechern dröhnte Dolly D. Die einzelnen Platzierungen könnt ihr hier auch irgendwo finden. Mit meinem 6. Platz bei den Männern bin ich, auf Grund der geschilderten Geschehnisse, eigentlich dann doch zufrieden. Zumal der kerngesunde Mc Jack auch nicht besser abgeschnitten und er deshalb ziemlich rumgejammert hat. Naja, lassen wir es dabei. Der olympische Körp… Quatsch, Gedanke zählt!

Den Tag schlossen wir dann im Gesellschaftsraum vorm Flatscreen ab, da ja nun auch die EM lief. Die Partie England gegen Russland endete kurz vor Abpfiff 1:1. Der Reihe nach machten wir uns dann auch fürs Bett fertig. Der Tag war lang und für mich besonders anstrengend. Mc Jack ging gleich von vornherein in ein anderes Bett, Babette und ich blieben gegenüber Karsten standhaft. Ich war durch die Aktivitäten tagsüber und meiner Erkrankung dann doch ziemlich geschafft, so dass ich von Karstens Geräuschen diesmal weniger mitbekommen habe.

8:30 Uhr Sonntagmorgen, Frühstück!!! Diesmal wurden sogar die Eier von der Chefin des Hauses mit lustigen Gesichtern angemalt. Das sah aus! Die Frühstückseier wohlgemerkt… Selbstgemachte Marmelade, frische Brötchen, heißer Kaffee. Elbflorenzer, was willst du mehr?

Danach galt es aufzuräumen, die Pferde zu satteln und die Fahrräder für den Heimweg startklar zu machen. Alles war verstaut, die Abschiedszeremonie absolviert, Tränen verdrückt. Ab nach Hause! Eine kleine Abordnung machte sich dann noch auf den Weg ins Ostragehege, um den A-Junioren unserer Dynamos beim Aufstieg zu helfen. Auch das gelang zum Glück!

Danke Mädels und Jungs, es war wieder ein sehr gelungenes Wochenende!

-jr-

PS: Nach langer schwerer Krankheit, noch etwas schwach, bin ich wieder unter den Lebenden :-)

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